Trafostationen: Leistung je 2 x 2,5 MW 20/0,4 kV-Netz

Auftraggeber / Bauherr:

Hessisches Baumanagement Regionalniederlassung West

Projektgröße:

Baufläche: 2km²

Beginn:

2010

Fertigstellung:

2014

Projektvolumen:

6500 Tsd. €

Projektbeschreibung

Auf dem noch freien Gelände der Liegenschaft war der erhöhte elektrische Energiebedarf von 15 MVA aus dem 20 kV- Mittelspannungsnetz zu decken. Die Konzeption zur Versorgung der 3 neuen Rechenzentren war mit höchster Versorgungssicherheit und Redundanz nach dem n-1-Prinzipes auszuarbeiten.

Die vorhandene 1. Einspeisung wurde von 3 MVA auf 15 MVA ertüchtigt. Eine 2. Einspeisung wurde aus einem anderen Umspannwerk 110/20 kV versorgt. Beide Einspeisungen versorgen je eine 20 kV Ringleitung, an der alle Trafostationen angeschlossen sind. Die 20 kV-Ringleitung A wird aus dem Umspannwerk A und die 20 kV-Ringleitung B wird aus dem Umspannwerk B versorgt. In jeder Trafo­station erzeugen je 2 Transformatoren 1250 kVA das 400/230 V -Netz A und B. Über die 400/230 V- Verteilebene wird die Stromversorgung als 2 galvanisch getrennte Netze A und B bis zum Server geführt. Jeder Server ist mit 2 Netzteilen ausgestattet und erhält somit für seine beiden Netzteile die Stromversorgung über 2 verschiedene Umspannwerke aus dem 110 kV-Netz.

Alle neuen Schaltstationen und neuen Trafostationen erhielten eine Trafostationsleittechnik und es wurde eine neue übergeordnete Leittechnik aufgebaut, von der aus alle Schalter ferngeschaltet werden können und Stellungsmeldungen, Messwerte und Störmeldungen zur Verfügung stehen.

Die 20 kV- Ring-Kabelstrecken wurden mit Differential- und UMZ-Schutz ausgeführt, so dass sich bei einem Fehler die betroffene Kabelstrecke selbständig heraustrennt und die anderen Verbraucher automatisch im Stich weiter versorgt sind.

Um bei einem totalen Stromausfall noch Schalthandlungen durchführen zu können, wurde eine 110 V batteriegespeistes Hilfsspannungsnetz aufgebaut. Ebenso steht ein eigenes Telefonnetz batteriegepuffert zur Verfügung. Für den Betrieb des Schutz- und Leittechniknetzes wurden Glas­faserkabel mit den 20 kV-Kabeln verlegt. Damit steht ein schnelles Datennetz nicht nur für die Trafostationsleittechnik zur Verfügung. Dem Kunden konnte ohne weitere Aufwendungen zwischen den Gebäuden auch ein 100 Mbit Datennetz zur Verfügung gestellt werden.